Wiederherstellung des Sandsteinbrunnens nach historischem Vorbild mit einer Abdichtung aus Ton im Juli 2025.
Auszüge aus der Klosterchronik zum Bau des Brunnens verfasst von Priorin Hylaria Augustina Buemayrin
1727
“d[en] 2ten August ist in erstged[achtem] Bluemen- [etcetera] Garten der SpringBrunnen (welcher in gantz aus Stein außgehauen) gesezt worden.”
1734
“Anno 1734 d[en] 8ten Juny ist dem Häußlsgarten in dem Brunnen, nach dem der alte Boden widerumb frisch in den Letten gesetzt (weillen er d[a]ß Wasser nimmer gehalten] ein neüer stainern Boden auf den alten gelegt und verküttet worden.”
1737
“Den 15 Merzen ist vom Peter Weßner, Burger und Maurer allhier der Brunen im Häißlis Garten kleiner gemacht worden. Und das gantze Stuckh von der Brunnen Stuben bis in Garten aufgegraben worden, weill[en] das Waßer nit hat fort lauffen können, so hat man notwendiger weiß miessen zu den Deichel sehen, in welchen man gefunden, das da und dort allwo gar kleine Wirtzlen seint in die Deichel eingewaxen, und also den ganzen Die[c]hel eingefilt und das Waßer aufgehalten; so hat man ietz in denen Gerten, alwo so vil Baim stehen, hölzerne Daichel gelegt, das man bößer darzu sehen kan. N[ota] B[ene]: Verstehe in denen Gärten, so negst bey der Brunenstuben seint und denen Burger zu geheren.” [1]
[1] Transkription der Klosterchronik Andreas Zekorn: Das Dominikanerinnenkloster Binsdorf und seine Chronik der Jahre 1685 bis 1776, in: Zeitschrift für Hohenzollerische Geschichte Bd. 47/48, (2011/12)
Historische Teuchelleitung zum Brunnen.
Verlauf der historischen Teuchel von der bergseitigen Brunnenstube zum Brunnen des Kloster Binsdorfs im Urkataster aus dem Jahr 1838.
Dem historischen Vorbild folgend wird das Brunnenwasser über ein System kommunizierender Röhren von der bergseitigen Brunnenstube zum Laufbrunnen im Klosterkeller und weiter bis zum östlich gelegenen Brunnen im Klostergarten geleitet.
Viel Know-How ist gefordert: Besprechung mit Bauherrschaft, Architekten, Fachplanern und Ausführenden zur Restaurierung der Laufbrunnen im Konventgebäude und Garten.
Fotos: Regina Günzel, Paulus Roth, Jörg Golias, Isabel David